Neue Podcast-Reihe: Bergsträßer lesen Buber

In Kooperation mit dem Martin-Buber-Haus in Heppenheim ist eine Podcast-Reihe über das Leben und Wirken des Philosophen Martin Buber entstanden.

Die Familie Buber im Urlaub. Im weißen Hend: Martin Buber. (Foto: Privatarchiv der Familie Buber (Tamar Brison-Goldschmidt))

Der Philosoph Martin Buber gehörte zu den prägenden Köpfen des deutschen Geisteslebens im 20. Jahrhundert. Er entwickelte die Philosophie des Gesprächs, des Dialogs, genauer gesagt der "Ich-Du"-Beziehung und gilt als eine der großen Gestalten deutsch-jüdischer Versöhnung.

Sein bekanntestes Werk "Ich und Du" hat der berühmte Philosoph in Heppenheim geschrieben, wo er mehr Ruhe für Arbeit und Familienleben fand. Von 1916 bis 1938 lebte er dort mit seiner Frau Paula, seinen beiden Kindern Rafael und Eva und später auch mit seinen Enkelinnen Barbara und Judith.

In Kooperation mit dem Martin-Buber-Haus in Heppenheim entstand in den vergangenen Monaten die Podcast-Reihe "Bergsträßer lesen Buber", in der namhafte Bergsträßer und Bergsträßerinnen aus ausgewählten Werken und Erinnerungen des jüdischen Philosophen Martin Buber und dessen Familie lesen.

Die Podcast-Reihe "Bergsträßer lesen Buber" steht unter dem Motto "Besuch bei Bubers" und soll anhand von Büchern, Texten und Interviews die Familie Buber dem Zuhörenden näher bringen, mit dem Ziel, die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland und die Bekämpfung von Vorurteilen und Antisemitismus ein Stück sichtbarer zu machen.

In einem wöchentlichen Rhythmus werden Lesestücke im "Antenne-Bergstraße-Podcast" veröffentlicht, die von prominenten Bergsträßern aus Kultur, Sport, Politik und Gesellschaft aufgenommen wurden.

Die Links zu den einzelnen Folgen findet ihr hier und die Folgen gibt es natürlich auch überall dort, wo es Podcasts gibt.

Folge 1: Bergsträßer Künstler*innen lesen Buber

Bergsträßer Künstler und Künstlerinnen haben sich mit Texten von Martin Bubers Frau Paula, seiner Schwiegertochter Margarete Buber-Neumann und mit den Erinnerungen seines Sohnes Rafael beschäftigt.

Miriam Anna Umhauer, Roland Junghans und Kilian Riedhof lesen liebevoll und mit viel Leidenschaft sorgfältig ausgewählte Passagen.

Zur Folge: Bergsträßer Künstler*innen lesen Buber

Folge 2: Bergsträßer lesen Buber in Mundart

Die zweite Folge unserer Podcast-Reihe "Bergsträßer lesen Buber" bietet ein ganz besonderes Hörerlebnis: Martin Bubers "Erzählungen der Chassidim" eingelesen in südhessischer Mundart!

In Bubers "Erzählungen der Chassidim" taucht man ein in eine Welt gelebter Weisheiten und existenzieller Religiosität. Die Lebenswelt der Chassidim ist eine jüdische Frömmigkeitsbewegung aus dem 19. Jahrhundert. Martin Buber hat diese Erzählungen und Gleichnisse literarisch umgesetzt um eben dieses jüdische, kulturelle Erbe weiterzugeben und bekannt zu machen. Besonders lebendig für den Zuhörenden wird es, wenn man diese Texte in Mundart zu hören bekommt.

Annelie Neher, Annemarie Schmitt und Irene Drayß haben sich an dieses kleine "Sprach-Abenteuer" gewagt.

Zur Folge: Bergsträßer lesen Buber in Mundart

Folge 3: Bergsträßer Nationalspieler lesen Buber

Das soziale und gesellschaftliche Engagement von Profi-Sportlern spiegelt sich auch in der Podcast-Reihe "Bergsträßer lesen Buber" wider. Mit Basketballer Robin Benzing und Fußballer Hanno Balitsch sind zwei Nationalspieler sofort dem Aufruf gefolgt, haben sich engagiert, Texte gesichtet und einen - sie selbst berührenden - Text gelesen.

In der dritten Folge unserer Podcast-Reihe "Bergsträßer lesen Buber" lesen Robin Benzing und Hanno Balitsch aus Martin Bubers "Chinesischen Legenden" und aus Erinnerungen seines Sohns Rafael Buber.

Zur Folge: Bergsträßer Nationalspieler lesen Buber

Folge 4: Bergsträßer Mitglieder des Bundestags lesen Buber

Martin Buber selbst sah sich eher als Schriftsteller, denn als Philosoph. Dazu gehörte, dass er die jüdische Kultur und die jüdischen Eigenheiten vermitteln wollte. Einmal mehr bereichert daher eine Geschichte aus Martin Bubers "Erzählungen der Chassidim" unsere Podcast-Reihe.

Wie Martin Buber sonst so tickte, kann man sehr schön den Erinnerungen seines Sohnes Raffael entnehmen, die in der Verlagsreihe "Arnoldshainer Texte" dokumentiert sind.

Von diesen berührenden Texten aus der Familie Buber haben sich mit Michael Meister und Till Mansmann auch zwei Bergsträßer Mitglieder des Bundestages angesprochen gefühlt. Sie haben sich die Zeit genommen und im Rahmen der Podcast-Reihe hörenswerte Beiträge gelesen.

Zur Folge: Bergsträßer Mitglieder des Bundestags lesen Buber

Folge 5: Bergsträßer ZDF-Profis lesen Buber

Nicht nur Martin Buber ist ein bis heute einflussreicher Denker. Auch seine Ehefrau Paula Buber war eine Schriftstellerin, die mit ihren Werken große Aufmerksamkeit auf sich zog. Ihren Roman "Muckensturm. Ein Jahr im Leben einer kleinen Stadt" veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Georg Munk. Genauso wie das Werk "Am lebendigen Wasser". Es war für sie aber nicht einfach, einen Verlag zu finden. Das dokumentiert unter anderem ein Briefwechsel zwischen Martin Buber und Thomas Mann, der in dieser Podcast-Folge genauso im Mittelpunkt steht, wie Auszüge aus den zwei Romanen von Paula Buber.

Zur Geltung bringen die Texte die beiden ZDF-Profis Katja Horneffer und Aris Donzelli, die sich bei der Aktion "Bergsträßer lesen Buber" engagieren. Ein Genuss, den beiden Stimmen in Verbindung mit den Bubers zu lauschen.

Zur Folge: Bergsträßer ZDF-Profis lesen Buber

Mehr zu Martin Buber und dem Martin-Buber-Haus in Heppenheim

Weitere Informationen über das Leben von Martin Buber und zum Martin-Buber-Haus in Heppenheim findest du hier: https://www.iccj.org/about-us/martin-buber-house/martin-buber-haus.html

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