"Anno 2048" - Der vierte Lampertheimer Schreibwettbewerb

Der 4. Lampertheimer Schreibwettbewerb stand unter dem Motto "Anno 2048". Wir stellen fünf ausgewählte Geschichten vor.

Der 4. Lampertheimer Schreibwettbewerb stand unter dem Motto "Anno 2048". (Foto: Stadt Lampertheim)

Nach den großen Erfolgen der vergangenen "Lampertheimer Schreibwettbewerbe" hat die Stadt Lampertheim im Jahr 2022 bereits zum vierten Mal interessierte Mitbürger und Mitbürgerinnen eingeladen, fantasievolle Erzählungen und Geschichten auf Papier zu bringen.

Das Thema in diesem Jahr: Das Jahr "Anno 2048" – in leichter Anlehnung an den Roman "1984" von George Orwell. Wie könnte also die Welt im Jahr 2048 aussehen?

Organisiert wurde der Schreibwettbewerb erneut vom Fachbereich "Bildung, Kultur und Ehrenamt" der Stadt Lampertheim. Aus den zahlreichen eingereichten Beiträgen hat Antenne Bergstraße in Kooperation mit der Stadt Lampertheim fünf ausgewählte Geschichten in eine Hörfassung gebracht. Dafür wurden die Geschichten von den jeweiligen Autor*innen selbst eingesprochen.

Die eingelesenen Geschichten sind auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Soundcloud und vielen weiteren Podcast-Plattformen beim "Antenne-Bergstraße-Podcast" abrufbar.

Alternativ kannst du auch einfach auf den jeweiligen Link hier im Artikel klicken.

"Max" von Hans-Jürgen Gumbel

(Foto: Hans-Jürgen Gumbel)

Das Jahr 2048 und die Frage, die sich viele dabei ganz schnell stellen: Wird eines Tages der Roboter das Leben des Menschen bestimmen? Und wird er es dann auch sinnvoll unterstützen? Eine Frage, die natürlich auch heute schon aufkommt. Eine kreative Antwort kommt von Kurzgeschichten-Autor Hans-Jürgen Gumbel. Eine Lösungs-Variante des Jahres 2048, die man ganz schnell nachvollziehen kann. Geschrieben mit einem wundervollen Schuss Humor und einer sehr sympathischen, überraschenden Pointe.

Die Geschichte zum Hören: "Max" von Hans-Jürgen Gumbel

"Geisterstunde" von Oliver Lohmann

(Foto: Oliver Lohmann)

Bei der Frage "Können Geister sprechen?" erlebt man heute natürlich noch ganz häufig ein verständnisloses Kopfschütteln. Bis man auf die Story von Kurzgeschichten-Autor Oliver Lohmann stößt. Und schon erwischt man sich bei dem Gedanken: "Moment mal, das wäre im Jahr 2048 vielleicht doch gar nicht so abwegig."

Die Geschichte zum Hören: "Geisterstunde" von Oliver Lohmann

"Verpasste Chancen" von Agnes Jatzek

(Foto: Agnes Jatzek)

Bei der Antwort auf diese Fragen nach dem Jahr 2048 bekommt man häufig Ideen und Gedanken zu technischen Visionen, Fortschritte und Neuerungen zu Ohren. Nicht ganz so bei der Kurzgeschichten-Autorin Agnes Jatzek. Für sie wird das mehr eine – sagen wir mal – Randerscheinung sein. Ihr Fokus fällt vielmehr auf ein sehr menschliches Phänomen. In jedem Fall aber, ein zwischenmenschliches Phänomen, das es wohl sicher auch im Jahr 2048 noch geben wird. Agnes Jatzeks Geschichte ist eine leise Story, die den Hörer und die Hörerin aber sofort in den Bann zieht - fein garniert mit den technischen Fortschritten des Jahres 2048.

Die Geschichte zum Hören: "Verpasste Chancen" von Agnes Jatzek

"Sie haben gewonnen" von Annie Bush

(Foto: Annie Bush)

In dieser Geschichte ist von allem etwas enthalten. Eingereicht hat die Kurzgeschichten-Autorin Annie Bush einen kleinen Einblick in den wiederkehrenden Zwist zwischen Mutter und Tochter. Auch das wird es in Zukunft weiterhin geben. Da hat sich zunächst wohl auch 2048 nichts geändert. Was sich aber als ernstes Thema ankündigt, entpuppt sich von Anfang an als lustige, sehr unterhaltsame Kurzgeschichte. Auch dank der Tatsache, dass im Jahr 2048 Gewinnspiele wohl etwas anders aussehen werden. Eine engagiert erzählte Story, bei der man auf die Pointe regelrecht hin fiebert.

Die Geschichte zum Hören: "Sie haben gewonnen" von Annie Bush

"Der Traum aller Frauen" von Didem Oktay

(Foto: Didem Oktay)

Dating-Portale sind ja schon heute keine neue Erfindung mehr – online den Partner finden, mit dem man das Leben teilt. Der großen Liebe ein wenig auf die Sprünge helfen. Diese Art der Partnervermittlung wird wohl auch im Jahr 2048 nicht viel anders sein, wenn also Singles auf der Suche nach der langfristigen Beziehung sind. Allerdings zeichnet die Kurzgeschichten-Autorin Didem Oktay ein etwas anderes Bild, wenn die Autorin eine nicht mehr ganz junge Frau auf die Suche nach ihrem Traummann schickt – eine zusätzliche Variante in der Partnersuche Mitte dieses Jahrhunderts, wenn Sie so wollen. Eine neue Funktionalität könnte man sagen. Vielleicht auch einfach nur kundenorientierter. In jedem Fall aber mit einer überraschenden Pointe.

Die Geschichte zum Hören: "Der Traum aller Frauen" von Didem Oktay

Weitere Informationen zum 4. Lampertheimer Schreibwettbewerb gibt es auf der Website der Stadt Lampertheim:

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